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Junggesellenabschied

 

Der Junggesellenabschied ist eine alte Tradition, die man bis heute noch übernommen hat. Gefeiert werden diese Junggesellenabschiede oder auch Junggesellenabende vor der Hochzeit, üblicherweise am Abend vor der Zeremonie. Aber nicht nur der Bräutigam kann seinen Abschied als Junggeselle gebührend feiern, sondern auch die Braut.

Der Jungesellinnenabschied

Typisch für den Junggesellenabend ist, dass dieser niemals von der Braut selbst organisiert wird, sondern von der besten Freundin. Bei der Planung sollte man darauf achten, welche Feier die Braut bevorzugen würde. Manche mögen es eher ruhig, andere wiederum sind spontan und unternehmungslustig.

An erster Stelle sollte man sich überlegen, ob man eine Überraschungsparty geben oder die Braut vorher einweihen möchte. Anschließend kann man als beste Freundin der Braut mit der genauen Planung beginnen. Stets im Auge behalten sollte man dabei, dass es einen Tag vor der Hochzeit besonders stressig wird. Bedarf der Junggesellinnenabend einer größeren Organisation, sollte man rechtzeitig sehen, dass man genügend Helferinnen und Helfer zur Verfügung hat.

Wie man den Abend gestaltet, bleibt einem letztendlich selbst überlassen. Manche ziehen mit der Braut und deren Freundinnen von Diskothek zu Diskothek, andere wiederum besuchen eine Strip-Show oder suchen ihren Spaß auf der Kirmes. Damit auch für die Finanzierung des Abends bestens gesorgt ist, muss sich die Braut ganz nach alter Tradition auf den Weg machen, kleinere Utensilien zu verkaufen. In dem Körbchen befinden sich meistens Kugelschreiber, Süßigkeiten, Feuerzeuge, Kondome, rote Rosen, Gutscheine und Slips. Damit man auch einen Gewinn einfährt, sollte man bereits Monate vor der Hochzeit einige Werbegeschenke beiseite legen. Um der ausgelassenen Junggesellinnenparty noch besonders Ausdruck zu verleihen, kann die Braut ein bedrucktes T-Shirt mit originellen Sprüchen, wie zum Beispiel "Die Braut, die sich traut", "Leider schon vergeben" oder "Ich bekomme lebenslang", tragen.

Legt man eher Wert darauf, mit seinen Freundinnen eine romantische Feier zu verleben, kann man für den Nachmittag einen Einkaufsbummel starten, sich anschließend in einem Wellness-Studio verwöhnen lassen und abschließend im Lieblingsrestaurant dinieren. Aber auch ein Kinobesuch, eine Vorstellung im Theater oder eine Vorführung im Zirkus eignen sich perfekt, wenn man den Abend etwas ruhiger angehen lassen möchte. Ebenso gut eignet sich aber auch eine Feier Zuhause, wo man sich mit seinen Freundinnen alte Fotos und Videos ansieht oder bei einem Liebesfilm und bestellten Pizzen den letzten Abend "in Freiheit" genießt.

Der Junggesellenabschied

Der Bräutigam sollte sich an diesem Abend ebenso amüsieren wie die Braut, allerdings sollten beide dies getrennt voneinander tun. Auch hier wird die Organisation für diesen besonderen Abend von den Freunden übernommen. Diese können zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen, sollten aber immer die eigenen Interessen des Bräutigams im Auge behalten. Da es auf den meisten Junggesellenabenden eher wild zugeht und die Promillegrenze hierbei in der Regel deutlich überschritten wird, ist es klüger, den Termin auf ein bis zwei Wochen vor der Hochzeit zu legen, damit der Bräutigam nicht am nächsten Morgen verkatert neben seiner Braut in der Kirche steht.

Bei diesem "Männerabend" spielen meistens Bier, Autos, Frauen und Action eine große Rolle. Möglich ist das Organisieren einer Striptease-Tänzerin, der Besuch einer Nachtbar, eine Quad-Tour oder aber das Ziehen von Kneipe zu Kneipe. Erlaubt ist alles, was dem Junggesellen Freude bereitet und nicht zu weit geht.