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Hochzeitsbräuche

 

Manche Gäste werden auf der Hochzeitsfeier überrascht sein, wie präsent einige Hochzeitsbräuche noch heute sind. Doch nicht in allen Regionen Deutschlands kennt man die gleichen Bräuche. In Norddeutschland werden beispielsweise vollkommen andere Rituale bei einer Hochzeit abgehalten als in Süddeutschland. Aber es gibt auch einige Hochzeitsbräuche, die es in allen Regionen Deutschlands gibt und die einfach jeder kennt. Dazu gehören Polterabend, Reiswerfen und Brautstrauß-Werfen.

Warum werden Hochzeitsbräuche eingehalten?

Ein Hochzeitsbrauch muss immer einen historischen Hintergrund haben, auch wenn einem dieser zunächst nicht auffallen mag. Außerdem wird in jedem dieser Bräuche ein bestimmter Sinn gesehen. Welche Bräuche man auf seiner eigenen Hochzeit aufleben lassen möchte und welche nicht, muss man selbst bestimmen. Hierfür empfiehlt es sich, sich zunächst mit den Hochzeitsbräuchen bekannt zu machen. Schnell wird man merken, dass manche schön, andere weniger schön sind.

Wichtig ist, dass man sich mit einem Hochzeitsbrauch und dessen Sinn anfreunden kann. Außerdem sollte niemand in Mitleidenschaft gezogen oder zur Schau gestellt werden. Je nachdem, für welchen Brauch man sich entscheidet, findet dieser bereits vor der Hochzeit, beim Einlaufen des Paares in die Kirche, auf der Hochzeitsfeier oder nur zwischen den beiden frisch Vermählten statt. Im Laufe der Jahre und Jahrhunderte gingen leider einige Hochzeitsbräuche verloren. Dennoch hat man heute immer noch eine sehr große Auswahl.

Nicht immer muss das Brautpaar eingeweiht werden. Bei vielen kommt es vor, dass Freunde, Bekannte und Verwandte im Stillen einen solchen Hochzeitsbrauch planen und damit das Brautpaar überraschen. Ein Beispiel dafür wäre die Brautentführung.

Einige Beispiele für Hochzeitsbräuche

Eine sehr schöne Tradition ist die Morgengabe, bei welcher der Bräutigam seiner Braut am Morgen nach der Hochzeit ein kleines Geschenk gibt. Früher war es so, dass das Vermögen einer Frau dem des Mannes zugeteilt wurde und die Frau weder Geld noch andere Habseligkeiten zur alleinigen Verfügung hatte. Die Morgengabe bildete eine Ausnahme.

Ein weiterer unter den Hochzeitsbräuchen sind die scheppernden Dosen. Nachdem die beiden Verlobten getraut wurden, binden die Hochzeitsgäste leere Dosen mit einem Seil zusammen und befestigen dieses am Hochzeitsauto. Wenn sich das Paar dann mit dem Auto auf den Weg zu den Feierlichkeiten begibt, ertönt ein lautes Scheppern, so dass jeder weiß, dass hier gerade ein frisch vermähltes Ehepaar fährt. Der Lärm der Dosen soll dazu dienen, am Hochzeitstag böse Geister zu vertreiben.

Das Füllen des Brautschuhs durch die Gäste soll dem Paar viel Gesundheit schenken. Hierfür wird am Abend nach der Hochzeit heimlich der Schuh der Braut entwendet. In diesen werden dann Blumen gefüllt und daneben ein volles Glas Wein gefüllt. Die Braut bekommt ihren Schuh erst dann wieder, wenn Ehemann und Ehefrau gemeinsam das Glas ausgetrunken haben.

Mindestens ebenso traditionsreich ist, dass der Ehemann die Ehefrau nach der Hochzeit über die Schwelle des neuen Hauses trägt. Dadurch wird symbolisiert, dass die beiden ab sofort einen gemeinsamen und neuen Lebensabschnitt beginnen. Außerdem ist die Braut durch das Tragen über die Schwelle sicher vor den bösen Geistern, welche unter der Türschwelle sitzen und dem Brautpaar Böses wollen. Zudem erbringt der Bräutigam damit den Beweis, dass die Braut immer Schutz und Hilfe in seinen Armen finden kann.