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Standesamtliche Trauung

 

Während man mit der kirchlichen Trauung vor Gott seine Liebe bezeugen und um den Segen für die Ehe bitten möchte, ist die standesamtliche Trauung Pflicht und stellt die eigentliche Hochzeit dar. Erst nachdem sich die beiden Vermählten vor dem Standesbeamten das Ja-Wort gegeben und die Hochzeitsurkunde unterzeichnet haben, gelten sie vor dem Gesetz als Ehepartner.

Gedanken vor der standesamtlichen Trauung

Normalerweise ist der Organisationsaufwand bei der standesamtlichen Trauung weitaus geringer als der bei der kirchlichen Hochzeit. An Dokumenten werden lediglich ein gültiger Personalausweis, die Geburtsurkunde, eine Abschrift aus dem Familienbuch der Eltern sowie eine Ledigkeits- und Aufenthaltsbestätigung des Einwohnermeldeamtes benötigt. Bei der standesamtlichen Hochzeit muss man mit Gebühren zwischen 30 und 120 Euro rechnen. Möchte man an einem außergewöhnlichen Ort in der Gemeinde heiraten, muss man in der Regel mit einem Aufpreis von 200 Euro rechnen.

Da es im Standesamt nur wenig Platz gibt, sollte man sich überlegen, wen man alles zur Hochzeit einladen möchte. Um alle seine Lieben am wichtigsten Tag im Leben dabei zu haben, könnte men beispielsweise die meisten Gäste erst nach der Trauung in ein Lokal oder zu sich nach Hause einladen. Ebenso sollte man sich vor der standesamtlichen Trauung darüber Gedanken machen, wen man als Trauzeugen haben möchte. Üblicherweise sucht sich sowohl der zukünftige Ehemann als auch die zukünftige Ehefrau einen Trauzeugen aus.

Eine weitere Frage, die vor der Hochzeit geklärt werden sollte, ist die des Namensrechts. In Deutschland gibt es dazu mehrere Möglichkeiten. Als Frau kann man entweder den Familiennamen des Mannes annehmen. Die Kinder werden dann ebenfalls diesen Namen tragen. Es ist aber auch möglich, sich für den Doppelnamen zu entscheiden, wobei nur einer der beiden Ehepartner den Doppelnamen trägt. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, dass jeder seinen Namen behält. Für die Kinder muss dann aber ein Familienname festgelegt werden.

Kirchliche und standesamtliche Trauung unter einen Hut bekommen

Üblicherweise findet zuerst die standesamtliche Trauung und einige Tage oder Wochen später die kirchliche Hochzeit statt. Manche Paare bevorzugen es aber auch, sowohl die kirchliche als auch die standesamtliche Trauung am gleichen Tag zu planen. In diesem Falle sollte man das Gespräch mit dem Standesbeamten und dem jeweiligen Pfarrer suchen. Eine gute Planung ist hier sehr wichtig.

Nach der Trauung auf dem Standesamt muss sich das Brautpaar dann umziehen, bei der Braut müssen Haare und Make-Up gemacht werden. Sie sollten darauf achten, dass Sie genügend Luft zwischen der Trauung in der Kirche und auf dem Standesamt haben. Sorgen Sie dafür, dass Ihnen Freunde, Bekannte und Verwandte bei der Planung und Organisation helfen!